Heute Nachmittag gab es um die bisherigen besetzten Horste in Wabern ein wenig Geplänkel: ein Storchenpaar fand offenbar Gefallen an dem Horst auf unserem Schreinereischornstein.
Dieses Ungemach blieb jedoch der Störchin Jule DEW 3X357 vom Horst Ederaue nicht verborgen, welche nun schnurstracks und wie der Blitz von der Eder aus, im Tiefstflug über die Häuserdächer auf ihren „alten“ Schornsteinhorst flog, um ihn gegen die „Eindringlinge“ zu verteidigen (sie hatte dort schon mit dem Storchenmännchen Felix 2006 erfolgreich gebrütet).
Dies gelang auch und die beiden Neulinge verzogen sich auf den Horst des Spänebunkers Blecher.
Nach einiger Zeit besann sie sich jedoch ihres Heimvorteils, denn der Horst Ederaue ist „Wohnen am Fluß“ während der Horst Schreinereischornstein eher in die Kategorie „Industriegebiet“ passt.
Also räumte sie wieder das Feld und das neue Paar konnte nun unseren Schornstein einnehmen, um zugleich mit dem Nestausbau und weiterer interessanter Storchenspielchen zu beginnen.
Die Storchendame war uns aus dem Vorjahr bekannt und sie hört auf den Namen Pauline DEW 3x353, während das Storchenmännchen nicht 100% zu erkennen war.
Vielleicht ist es ja "unser" Storchenmännchen Felix vom vorigem Jahr?
Das war doch wohl ein Wunschdenken,
dass das Pärchen „Pauline + Felix
“ vom
Schornsteinnest zusammen einfliegt.
Nach genauer, nochmaliger Beobachtung, am heutigen Morgen, kam die ganze Wahrheit ans Licht.
Pauline hat sich ein fremdes Männchen mitgebracht.
Da der rechtmäßige Horstinhaber „ Storchenmännchen Felix“, in den letzten Jahren zu vor immer erst zwischen dem 30.03. und dem 13.04. kam, werden wir uns wohl
wieder auf Storchenkämpfe einstellen müssen.
Unser Schornsteinpaar Paul & Pauline, als auch die Ederstörche Georg + Jule, erschienen dem geneigten Beobachter am späten Nachmittag jedoch in trauter Zweisamkeit - scheinbar hatten sie die Vorfälle des Vortages gut überstanden.
Das frühere
Storchenmännchen „Felix“ ist gestern Abend in seinem Sommerquartier in Wabern eingetroffen.
Sogleich kam es zwischen den beiden Männchen „Felix + Paul“, sowie auch dem Weibchen
„Pauline“, zu einem heftigen und
blutigen Kampf.
Paul wurde erneut kräftig über dem rechten Auge getroffen. Pauline hat eine Verletzung am rechten Flügelansatz, sowie
einen Schnabelhieb auf dem Rücken davongetragen.
Obwohl das diesjährige Storchenmännchen Paul, der vorläufige Sieger ist, ist es gut möglich, dass es zu weiteren Kämpfen kommt.
Der gestrige Verlierer Felix wird wahrscheinlich nicht so schnell sein langjähriges Nest aufgeben wollen.
Heute Nacht um 2:30 Uhr wurden wir von lautem Storchengeklapper und kräftigen Kämpfen geweckt.
Mitten in der Nacht und trotz der
Dunkelheit, kam es zu einem erneuten Angriff von dem Storchenmännchen Felix.
Fast eine Stunde ein
ununterbrochener Kampf.
Als wir um ca. 3:30 Uhr wieder zu Bett gingen, wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht, wer sich nun auf dem Schornsteinnest befindet.
Das diesjährige Pärchen „Pauline und
Paul“,
oder das vorjährige Pärchen „Pauline und Felix“.
Heute Morgen kam es ans Tageslicht.
Auf dem Nest war wieder Ruhe eingekehrt und erneut hatte das diesjährige Pärchen Paul + Pauline, den ehemaligen Nestbesitzer Felix in die Flucht geschlagen.
Hoffentlich zum letzten Mal in
dieser Storchensaison.
Ansonsten wird es wohl nichts mit einer Brut in diesem Jahr.
Heute Morgen um ca. 4:00 Uhr wurde das
Storchenpärchen Pauline +
Paul vom
Schornsteinnest wieder von dem vorjährigen Storchenmännchen Felix attackiert.
Der Kampf war nicht ganz so schlimm wie in der vorangegangenen Nacht und dauerte nur ca. ½ Stunde.
Neu hinzugekommene Verletzungen waren nicht
ersichtlich.
Wieder ist das Pärchen Paul + Pauline als Sieger hervorgegangen.
Gestern Nachmittag sah es so aus, als
wäre es auf dem Schornsteinnest zu einer erneuten Eiablage gekommen.
Das Brutpärchen „Pauline + Paul“ wurden auch nur zwei Mal im Laufe des Tages von dem Storchenmännchen
„Felix“ gestört, aber nicht direkt
angegriffen.
Heute Nacht hat sich nun meine letzte Hoffnung zerschlagen, dass es in
diesem Jahr mit Pauline +
Paul, auf dem
Schornsteinnest zum Nachwuchs kommen könnte.
Um 1:30 Uhr war es wieder so weit. Das Storchenmännchen Felix kam, ließ sich drei Mal ins Nest fallen und
attackierte mit festen Schnabelhieben das Brutpärchen Pauline +
Paul.
Wenn
wirklich noch ( wieder ) Eier im Nest waren, wurden sie bei diesem Kampf mit Sicherheit zerstört.
Die Störungen, Angriffe und Kämpfe dauern nun schon eine Woche.
Was die Nachtkämpfe betrifft, wiederlegen sie die Aussagen, dass Weißstörche ab
einer gewissen Luxzahl nicht mehr so gut sehen könnten und nachts nur im Notfall fliegen.
Die drei Störche vom Schornstein fliegen genau so perfekt in der
Nacht, wie auch am Tag.